SAP KOSTENTRÄGERRECHNUNG

Krankenhausinterne Transparenz mit der SAP Kostenträgerrechnung


Der wirtschaftliche Erfolg von Krankenhäusern ist heutzutage eng mit einem funktionsfähigen Controlling-System verknüpft. Dieses liefert der Klinikleitung Informationen über den kurz- oder langfristigen Erfolg durch die erbrachten Leistungen und somit eine wichtige Entscheidungsgrundlage. Welche Behandlungsart ist in meinem Krankenhaus profitabel? Welche Prozeduren erfordern einen hohen Pflegeaufwand? Wie sehen meine Erlöse und Kosten für den Behandlungsfall aus? Fragen, die sich mit einer einfachen Kostenarten- und Kostenstellenrechnung nicht zufriedenstellend beantworten lassen, für ein wirtschaftliches Überleben der Häuser aber durchaus von Bedeutung sind.

Die Krankenhäuser sind an dieser Stelle aufgefordert, ihre Kosten- und Leistungsrechnung weiterzuentwickeln. Wir unterstützen unsere Kunden bei dieser Aufgabenstellung durch die Einführung der Kostenträgerrechnung. Mit einem entsprechenden Customizing im SAP-Controlling können Sie detaillierte Auswertungen der Kosten pro Behandlungsfall vornehmen sowie Einsparpotenzialen leicht identifizieren.

Warum Kostenträgerrechnung?

Bei der Kostenträgerrechnung geht es grundsätzlich darum, alle Kosten, die innerhalb eines Behandlungsprozesses anfallen, verursachungsgerecht einem Patienten zuzuordnen. Das ist bei patientenbezogenen Einzelkosten, wie beispielsweise einer Hüftoperation, ohne Probleme machbar. Bei den Gemeinkosten gestaltet sich das schon schwieriger. Ohne eine Kostenträgerrechnung kann keine exakte Zuordnung von z. B. Verwaltungs-, Miet- und Instandhaltungskosten zum Patienten erfolgen.

Gegenüberstellung von Erlösen und Kosten

Durch die exakte Verteilung der angefallenen Kosten ist es nun möglich, dem Erlös einer Behandlung – bspw. für eine Blinddarm-OP – auch alle hierzu entstandenen Kosten gegenüber zu stellen. Somit ist klar erkennbar, ob für den Behandlungsfall kostendeckend gearbeitet wurde bzw. wie hoch der Erlös für diese OP ausfällt. Ohne die Kostenträgerrechnung erfolgt die Verteilung der Gemeinkosten lediglich auf Bilanzebene. Hier kann zwar einer Station die angefallenen Kosten für das Bett, die Heizung etc. zugeordnet werden, dies erfolgt allerdings pauschal und nicht detailliert zum Patienten.

Kundenindividuelles Customizing bringt Klarheit in die Kostenstrukturen

Im Rahmen des Customizings muss der Kunde zunächst einmal definieren, nach welchem Schlüssel die jeweiligen Kosten verteilt werden sollen. Für manche Gemeinkosten, wie z. B. die Energiekosten, ist das ganz klar. Hier erfolgt die Verteilung zunächst nach Quadratmetern und kann in Folge dessen dem Zimmer und final der Verweildauer des Patienten in dem jeweiligen Bett genau zugeordnet werden. Bei anderen Leistungen oder Artikeln, wie z. B. dem Verbrauch der Mullbinden, sieht das schon ein wenig anders aus. Hier werden ggf. Durchschnittswerte ermittelt und der Anzahl der Patienten pro Jahr zugeschrieben. So wird der große „Haufen“ Gemeinkosten, der mitunter 60 % der Gesamtkosten ausmacht, immer geringer.

Kostenträgerrechnung liefert benchmarkfähige InEK-Daten

Sobald die Verteilungsschlüssel sauber definiert wurden, ist der Mehrwert für die Einrichtung deutlich spürbar. Allein durch die Tatsache, dass die Kostenträgerrechnung benchmarkfähige InEK-Daten liefert, steht dem Haus eine neue Einnahmequelle zur Verfügung. Viele Krankenhäuser nutzen dieses Angebot zur Teil-Finanzierung des Projekts. Entscheidend ist aber doch, dass man durch die detaillierte Gegenüberstellung von Kosten und Erlösen eine hohe Datentransparenz erreicht. Jetzt zeigt sich, welcher Bereich eines Krankenhauses rentabel ist und welcher nicht. Mit diesen Informationen lassen sich nun fundierte Überlegungen anstellen, beispielsweise über Kooperationen mit anderen Einrichtungen, es können so gezielt Ärzte und Einweiser angesprochen oder mit Lieferanten neue Konditionen verhandelt werden. Auch bei den Budgetverhandlungen sind die Daten der Kostenträgerrechnung für das Krankenhaus hilfreich. Denn mit den ermittelten Werten lässt sich der Nachweis erbringen, ob das Erlösbudget für die jeweilige DRG-Leistung ausreichend ist. Ohne die Kostenträgerrechnung und die damit verbundene exakte Zuordnung von Kosten und Erlösen, besteht die Gefahr falscher Rückschlüsse. Und final liefert die Kostenträgerrechnung mit der konkreten Ermittlung von Gewinn- und Verlustbereichen eine stabile Grundlage für perspektivische Unternehmensentscheidungen, um weiterhin die Versorgung der Patienten zu sichern. 


Die Mehrwerte im Überblick:

  • Detaillierte Auswertungen
  • Genaue Gegenüberstellung von Erlösen und Kosten
  • benchmarkfähige InEK-Daten
  • Exakte Zuordnung der Gemeinkosten
  • hohe Datentransparenz
  • Identifizierung rentabler und unrentabler Krankenhausbereiche
  • wertvolle Informationsgewinnung
  • wichtiger Beitrag zu einem leistungsstarken Controlling

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